Morgengebete und Gottesdienste
Ergänzend zum täglichen Morgengebet in der Klosterkirche der Dominikaner (Église des Dominicains) feierten wir einen evangelischen Abendmahlsgottesdienst, bei dem wir auch unserer Verstorbenen gedachten, in der Thomaskirche (Église Saint-Thomas) und eine katholische Wortgottesfeier in der Église du Christ Ressuscité.
Hymn Festival
Der Gemeindegesang ist seit frühen Zeiten eine geistliche Ressource. Während unserer Tagung bietet das Hymn Festival eine hervorragende Gelegenheit, Einblicke in unsere Kirchenliedliteratur zu gewinnen. Bei der Auswahl der Lieder legen wir Wert auf die Mehrsprachigkeit und die Vielfalt der Konfessionen. Es kommt zum Ausdruck, was uns im Glauben verbindet, vom Mittelalter bis zur heutigen Zeit. Das Hymn festival nähert sich der Kirchenliedpraxis mit Geist und Verstand: Wir stellen die Lieder und die verwendeten Quellen kurz vor und singen sie dann gemeinsam als Gemeinde. Die in Handschriften und Druckwerken dokumentierten Lieder werden zu einem lebendigen Gemeindegebet umgewandelt. Das Hymn Festival 2026 stand unter dem Motto „Singen für den Frieden“. Es wurde von Elsabé Kloppers, Martin Hoondert und Elie Jolliet vorbereitet und geleitet und fand in der Église Saint-Pierre-le-Jeune statt.
Orgelrezital
Die Titularorganistin des Temple Neuf, Sayaka Hayano, präsentierte uns in einem einstündigen Orgelkonzert die Merklin-Orgel von 1877. Das Abendprogramm kann hier heruntergeladen werden.
Diskussion über eine mögliche COST-Aktion
Offene Diskussionsrunde für Interessierte zu einer möglichsten COST-Aktion im hymnologischen Bereich. COST ist eine zwischenstaatliche Förderinitiative zur Vernetzung der Forschung in Europa und darüber hinaus. Moderation: Martin Hoondert.
Metrische Psalmen in der englischen Tradition (Workshop mit Phil Price)
Die englische Hymnologie könnte tatsächlich als in Straßburg entstanden gelten, als protestantische Exilanten dort den von der Gemeinde gesungen metrischen Psalmengesang kennenlernten. Diese Praxis, später durch die Erfahrungen in Genf vertieft, führte dazu, dass die frühe englische Hymnologie dem Weg der metrischen biblischen Paraphrase folgte und nicht dem frei komponierten Hymnus. In den folgenden zwei Jahrhunderten entwickelte sich die Form weiter, und seit der Zeit von Isaac Watts traten zunehmend christologisch geprägte Paraphrasen hinzu, bis schließlich der eigentliche Hymnus die Oberhand gewann. Einige metrische Psalmen haben überlebt. In diesem Workshop wird es die Gelegenheit geben, gemeinsam mehrere metrische Psalmen aus den frühesten Zeiten zu singen – bis hin zu einem, der sich erhalten hat und dem jeder Besucher einer Hochzeit oder Beerdigung in England heute durchaus begegnen könnte.
Führung und Ausstellung in der Médiathèque protestante
Mit Vernissage der von Beat Föllmi vorbereiteten Ausstellung zu Psaltern.
Mitgliederversammlung der IAH
Alle Mitglieder und Gäste sind willkommen!
